Gesetzliche Vorgaben bei der Sanierung
Sanierung am eigenen Haus: Welche gesetzlichen Vorgaben sind zu beachten?
Wer sein eigenes Haus saniert, kann nicht bei jeder Maßnahme völlig frei entscheiden. Je nach Umfang der Sanierung können gesetzliche Vorgaben relevant werden, die bereits bei der Planung berücksichtigt werden sollten.
Das betrifft unter anderem energetische Mindeststandards bei bestimmten Bauteilen, die Erneuerung der Dachhaut und eine damit verbundene Photovoltaik-Pflicht in NRW und teilweise anderen Bundesländern. Auch der Energieausweis spielt eine Rolle, wenn ein Haus verkauft oder vermietet werden soll.
Für Eigentümer ist es deshalb wichtig, die geltenden Anforderungen zu prüfen, bevor Handwerker mit einer Sanierungsmaßnahme beauftragt werden.
Auch Eigentümer können bei einer Sanierung gesetzlichen Vorgaben unterliegen. Werden bei einem Bauteil mehr als 10 Prozent saniert, muss dieses Bauteil gewisse energetische Mindeststandards erreichen. Weitere Vorgaben können beispielsweise bei einer vollständigen Erneuerung der Dachhaut sowie beim Verkauf oder bei der Vermietung eines Hauses relevant werden.
Welche energetischen Vorgaben gelten bei einer Sanierung?
Ein wichtiger Punkt bei der Sanierung betrifft den Umfang der Arbeiten an einzelnen Bauteilen. Werden bei einem Bauteil mehr als 10 Prozent saniert, muss dieses Bauteil gewisse energetische Mindeststandards erreichen.
Diese Vorgabe kann insbesondere bei folgenden Bauteilen relevant werden:
- Dach
- Fassade
- Fenster
Damit kann der Umfang einer geplanten Maßnahme entscheidend dafür sein, welche Anforderungen bei der Ausführung berücksichtigt werden müssen. Eigentümer sollten deshalb nicht erst während der Arbeiten prüfen, ob gesetzliche Vorgaben greifen.
Wann kann eine Dachsanierung eine Photovoltaik-Pflicht auslösen?
Bei Arbeiten am Dach können neben den energetischen Mindeststandards weitere Vorgaben relevant sein. In NRW und teilweise in anderen Bundesländern ist bei einer vollständigen Erneuerung der Dachhaut der Einbau einer Photovoltaikanlage vorgeschrieben.
Was bedeutet eine vollständige Erneuerung der Dachhaut?
Entscheidend ist, welche Arbeiten tatsächlich durchgeführt werden. Die genannte Regel gilt nicht bereits bei jeder kleineren Reparatur am Dach.
Wer beispielsweise nur vereinzelte Dachpfannen austauschen muss, fällt nach dieser Einordnung nicht unter die Vorgabe für eine vollständige Erneuerung der Dachhaut. Eine solche Reparatur ist von einer umfassenden Erneuerung des Daches zu unterscheiden.
Für Eigentümer bedeutet das: Vor einer größeren Dachsanierung sollte geklärt werden, ob die geplanten Arbeiten als vollständige Erneuerung der Dachhaut einzuordnen sind und welche gesetzlichen Vorgaben damit verbunden sind.
Welche Rolle spielt der Energieausweis beim Verkauf oder bei der Vermietung?
Gesetzliche Vorgaben betreffen nicht nur die eigentliche Sanierung. Auch wenn ein Eigentümer sein Haus verkaufen oder vermieten möchte, ist der Energieausweis relevant.
Beim Verkauf oder bei der Vermietung muss ein Energieausweis erstellt und vorgelegt werden. Darüber hinaus müssen einige Angaben aus dem Energieausweis bereits in der Immobilienannonce angegeben werden.
Der Energieausweis sollte deshalb berücksichtigt werden, bevor eine Immobilie zum Verkauf oder zur Vermietung angeboten wird.
Warum sollten gesetzliche Vorgaben vor der Beauftragung geprüft werden?
Eigentum bedeutet nicht, dass bei jeder Sanierungsmaßnahme ausschließlich nach den eigenen Vorstellungen entschieden werden kann. Je nach Maßnahme können energetische Mindeststandards oder weitere gesetzliche Anforderungen zu beachten sein.
Besonders relevant ist die Prüfung vor der Beauftragung von Handwerkern. Zu diesem Zeitpunkt sollte bereits geklärt sein, ob die geplanten Arbeiten gesetzlichen Vorgaben unterliegen und ob diese bei der vorgesehenen Ausführung erfüllt werden.
Das betrifft beispielsweise größere Maßnahmen an Dach, Fassade oder Fenstern. Bei einer vollständigen Erneuerung der Dachhaut können zusätzlich Vorgaben zur Photovoltaik relevant werden.
Was bedeutet das für Eigentümer?
Eigentümer sollten eine Sanierung nicht allein danach planen, welche Arbeiten technisch oder optisch gewünscht sind. Auch der Umfang der Maßnahme kann darüber entscheiden, welche gesetzlichen Vorgaben berücksichtigt werden müssen.
Wer mehr als 10 Prozent eines Bauteils saniert, muss beachten, dass dieses Bauteil gewisse energetische Mindeststandards erreichen muss. Bei einer vollständigen Erneuerung der Dachhaut können in NRW und teilweise in anderen Bundesländern zusätzlich Vorgaben zum Einbau einer Photovoltaikanlage relevant sein.
Kleinere Arbeiten können anders einzuordnen sein. Der Austausch einzelner Dachpfannen ist beispielsweise nicht mit einer vollständigen Erneuerung der Dachhaut gleichzusetzen.
Auch ein späterer Verkauf oder eine Vermietung sollte berücksichtigt werden. In diesen Fällen ist ein Energieausweis zu erstellen und vorzulegen, wobei einige seiner Angaben bereits in der Immobilienannonce erscheinen müssen.
Die zentrale praktische Konsequenz lautet daher: Gesetzliche Vorgaben sollten bereits vor der Beauftragung von Handwerkern geprüft werden.
Fazit
Bei einer Sanierung am eigenen Haus können gesetzliche Vorgaben die geplante Ausführung beeinflussen. Werden mehr als 10 Prozent eines Bauteils saniert, muss dieses Bauteil gewisse energetische Mindeststandards erreichen. Das kann unter anderem bei Dach, Fassade und Fenstern relevant sein. In NRW und teilweise in anderen Bundesländern kann die vollständige Erneuerung der Dachhaut außerdem mit einer Pflicht zum Einbau einer Photovoltaikanlage verbunden sein. Der Austausch einzelner Dachpfannen fällt nicht unter diese vollständige Erneuerung. Beim Verkauf oder bei der Vermietung eines Hauses ist zudem ein Energieausweis zu erstellen und vorzulegen, wobei einige Angaben bereits in der Immobilienannonce genannt werden müssen. Eigentümer sollten deshalb vor der Beauftragung von Handwerkern prüfen, welche gesetzlichen Anforderungen für ihre konkrete Maßnahme gelten.
FAQ
Darf ich als Eigentümer bei einer Sanierung frei entscheiden?
Nicht in jedem Fall. Abhängig von Art und Umfang der Sanierung können gesetzliche Vorgaben gelten. Diese können beispielsweise energetische Mindeststandards für einzelne Bauteile betreffen.
Was gilt, wenn mehr als 10 Prozent eines Bauteils saniert werden?
Werden bei einem Bauteil mehr als 10 Prozent saniert, muss dieses Bauteil gewisse energetische Mindeststandards erreichen. Relevant werden kann dies beispielsweise beim Dach, bei der Fassade oder bei Fenstern.
Muss bei einer Dachsanierung immer eine Photovoltaikanlage eingebaut werden?
Nein. In NRW und teilweise in anderen Bundesländern ist die Vorgabe an eine vollständige Erneuerung der Dachhaut geknüpft. Werden beispielsweise lediglich vereinzelte Dachpfannen ausgetauscht, gilt diese Regel nicht.
Wann wird ein Energieausweis benötigt?
Ein Energieausweis muss erstellt und vorgelegt werden, wenn ein Haus verkauft oder vermietet werden soll. Einige Angaben daraus müssen bereits in der Immobilienannonce angegeben werden.
Wann sollten Eigentümer die gesetzlichen Vorgaben prüfen?
Die Prüfung sollte bereits vor der Beauftragung von Handwerkern erfolgen. So kann vor Beginn der Arbeiten geklärt werden, ob und welche gesetzlichen Vorgaben bei der geplanten Sanierung erfüllt werden müssen.
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