Dachdämmung gegen Sommerhitze

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Sommerlicher Hitzeschutz: Warum die richtige Dachdämmung entscheidend ist

Wenn sich ein Dachgeschoss im Sommer stark aufheizt, muss die Ursache nicht unbedingt eine zu geringe Dämmung sein. Entscheidend kann auch sein, welcher Dämmstoff im Dach eingesetzt wurde.

Denn zwei Dachaufbauten können im Winter einen vergleichbaren Wärmeschutz bieten und Wärmeverluste reduzieren, sich beim sommerlichen Hitzeschutz aber deutlich unterscheiden. Neben dem U-Wert spielt dabei die sogenannte Phasenverschiebung eine wichtige Rolle.

Ein guter U-Wert allein sagt nicht aus, wie gut eine Dachdämmung vor sommerlicher Hitze schützt. Für den sommerlichen Hitzeschutz ist auch relevant, wie lange die durch Sonneneinstrahlung entstehende Wärme benötigt, um durch das Bauteil bis zur Wohnseite zu gelangen. Diese Zeitspanne wird als Phasenverschiebung bezeichnet.

Warum kann es trotz guter Dachdämmung im Sommer heiß werden?

Eine Dachdämmung erfüllt im Winter eine andere zentrale Aufgabe als im Sommer. Im Winter soll sie Wärmeverluste über das Dach reduzieren. Ein Dachaufbau kann diese Aufgabe sehr gut erfüllen und dennoch beim sommerlichen Hitzeschutz Nachteile haben.

Das zeigt sich am Beispiel einer 16 Zentimeter starken Polyurethan-Dämmung. Bei diesem Aufbau liegt der U-Wert bei 0,13. Damit ist der beschriebene Aufbau förderfähig und bietet einen sehr guten Wärmeschutz im Winter.

Für die sommerliche Situation reicht der Blick auf diesen Wert jedoch nicht aus. Hier muss zusätzlich betrachtet werden, wie schnell die von außen einwirkende Hitze die Konstruktion durchdringt und auf der Wohnseite ankommt.

Was sagt der U-Wert über die Dachdämmung aus?

Der U-Wert ist im beschriebenen Beispiel ein wichtiger Wert für den Wärmeschutz im Winter. Bei der 16 Zentimeter starken Polyurethan-Dämmung beträgt er 0,13. Der Dachaufbau verhindert damit Wärmeverluste im Winter und ist förderfähig.

Für die Beurteilung des sommerlichen Hitzeschutzes ist der U-Wert allein allerdings nicht ausreichend. Zwei Dächer können beim Wärmeschutz im Winter vergleichbar sein und sich im Sommer trotzdem deutlich unterschiedlich verhalten.

Was bedeutet Phasenverschiebung beim sommerlichen Hitzeschutz?

Die Phasenverschiebung beschreibt, wie lange die durch Sonneneinstrahlung verursachte Hitze benötigt, um durch ein Bauteil hindurchzuwandern und auf der Wohnseite den Wohnraum zu erwärmen.

Für ein Dachgeschoss ist dieser Wert besonders relevant. Je nachdem, wie der Dachaufbau ausgeführt ist, erreicht die Hitze den Innenraum zu einem unterschiedlichen Zeitpunkt.

Wie sieht die Phasenverschiebung bei PUR- oder PIR-Dämmung aus?

Bei der beschriebenen PUR- beziehungsweise PIR-Dämmung liegt die Phasenverschiebung bei 7,3 Stunden. Vereinfacht bedeutet das: Beginnt morgens die Sonneneinstrahlung, kann die Wärme nach rund 7,3 Stunden auf der Wohnseite ankommen.

Dadurch kann sich das Dachgeschoss bereits gegen Mittag deutlich aufheizen. Genau hier zeigt sich der Unterschied zwischen einem guten Wärmeschutz im Winter und einem guten sommerlichen Hitzeschutz.

Welche Vor- und Nachteile hat die beschriebene PUR- oder PIR-Dämmung?

Der beschriebene Aufbau ist zunächst grundsätzlich günstiger im Einbau und bietet einen sehr guten Wärmeschutz im Winter. Gleichzeitig sollte der sommerliche Hitzeschutz bei der Entscheidung für diesen Aufbau genau betrachtet werden.

Die wesentlichen Eigenschaften des beschriebenen Aufbaus sind:

  • 16 Zentimeter Polyurethan-Dämmung
  • U-Wert von 0,13
  • förderfähiger Aufbau
  • sehr guter Wärmeschutz im Winter
  • Phasenverschiebung von 7,3 Stunden bei der beschriebenen PUR- beziehungsweise PIR-Dämmung
  • grundsätzlich günstigere Ausführung beim Einbau

Damit wird deutlich, warum die Wahl einer Dachdämmung nicht ausschließlich anhand des winterlichen Wärmeschutzes erfolgen sollte. Wer ein Dachgeschoss auch im Sommer nutzt, sollte sich mit dem Verhalten des Dachaufbaus bei Sonneneinstrahlung beschäftigen.

Warum sollten Dachdämmungen nicht nur nach dem U-Wert verglichen werden?

Ein Vergleich ausschließlich anhand des U-Werts kann einen wichtigen Unterschied zwischen verschiedenen Dachaufbauten ausblenden. Ein guter U-Wert beschreibt im dargestellten Zusammenhang einen sehr guten Wärmeschutz im Winter, beantwortet aber nicht vollständig die Frage, wie sich der Dachaufbau im Sommer verhält.

Für den sommerlichen Hitzeschutz ist deshalb zusätzlich die Phasenverschiebung relevant. Sie macht deutlich, wann die von außen einwirkende Wärme auf der Innenseite des Bauteils ankommt und den Wohnraum aufheizt.

Gerade bei einem ausgebauten und bewohnten Dachgeschoss kann dieser Unterschied spürbar sein. Eine Dämmung kann daher für den Winter sehr gute Eigenschaften besitzen, während beim sommerlichen Hitzeschutz genauer hingeschaut werden sollte.

Was bedeutet das für Eigentümer?

Eigentümer sollten bei der Auswahl einer Dachdämmung nicht ausschließlich darauf achten, wie gut der Dachaufbau Wärmeverluste im Winter reduziert. Auch der sommerliche Hitzeschutz kann für den Wohnkomfort im Dachgeschoss entscheidend sein.

Bei der beschriebenen 16 Zentimeter starken Polyurethan-Dämmung stehen einem sehr guten winterlichen Wärmeschutz und einer grundsätzlich günstigeren Ausführung eine Phasenverschiebung von 7,3 Stunden gegenüber. Dadurch kann die sommerliche Hitze bereits gegen Mittag im Wohnraum ankommen.

Wer eine Dachdämmung plant, sollte deshalb die Eigenschaften des jeweiligen Aufbaus für Winter und Sommer betrachten. Ein förderfähiger U-Wert bedeutet nicht automatisch, dass der Aufbau auch beim sommerlichen Hitzeschutz die gewünschten Eigenschaften bietet.

Fazit

Der sommerliche Hitzeschutz eines Daches lässt sich nicht allein anhand des U-Werts beurteilen. Zwei Dachaufbauten können im Winter einen vergleichbaren Wärmeschutz bieten und sich im Sommer dennoch deutlich unterscheiden. Eine wichtige Größe ist dabei die Phasenverschiebung. Sie beschreibt, wie lange die durch Sonneneinstrahlung entstehende Hitze benötigt, um durch das Bauteil bis zur Wohnseite zu gelangen. Bei der beschriebenen PUR- beziehungsweise PIR-Dämmung beträgt diese Zeit 7,3 Stunden. Der Aufbau bietet mit einem U-Wert von 0,13 einen sehr guten Wärmeschutz im Winter und ist förderfähig, sollte hinsichtlich des sommerlichen Hitzeschutzes aber genau betrachtet werden. Bei der Wahl einer Dachdämmung sollten deshalb sowohl der winterliche Wärmeschutz als auch das Verhalten des Dachaufbaus im Sommer berücksichtigt werden.

FAQ

Warum wird ein gut gedämmtes Dachgeschoss im Sommer trotzdem heiß?

Eine Dämmung kann einen sehr guten Wärmeschutz im Winter bieten und sich beim sommerlichen Hitzeschutz dennoch anders verhalten. Entscheidend ist unter anderem, wie lange die durch Sonneneinstrahlung verursachte Hitze benötigt, um durch das Bauteil in Richtung Wohnraum zu gelangen.

Was ist die Phasenverschiebung bei einer Dachdämmung?

Die Phasenverschiebung beschreibt die Zeit, die Wärme benötigt, um durch ein Bauteil hindurchzuwandern und auf der Wohnseite anzukommen. Sie ist deshalb eine wichtige Größe bei der Betrachtung des sommerlichen Hitzeschutzes.

Wie hoch ist die Phasenverschiebung bei der beschriebenen PUR- oder PIR-Dämmung?

Bei dem beschriebenen Aufbau liegt die Phasenverschiebung bei 7,3 Stunden. Beginnt die Sonneneinstrahlung am Morgen, kann die Hitze dadurch bereits gegen Mittag auf der Wohnseite ankommen.

Reicht ein guter U-Wert für einen guten sommerlichen Hitzeschutz?

Nein. Der beschriebene Dachaufbau erreicht einen U-Wert von 0,13 und bietet einen sehr guten Wärmeschutz im Winter. Für den sommerlichen Hitzeschutz muss jedoch zusätzlich betrachtet werden, wie sich der Aufbau bei Sonneneinstrahlung verhält.

Ist die beschriebene Dachdämmung förderfähig?

Ja. Der beschriebene Aufbau mit 16 Zentimetern Polyurethan-Dämmung und einem U-Wert von 0,13 wird als förderfähig eingeordnet.

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